Uran im Grundwasser

Projektfinanzierung:

Forschungsprogramm:

Projektlaufzeit: 2010 bis 2020

Uran ist – neben seiner Radioaktivität – ein starkes Nierengift und seit 2011 gilt ein toxikologisch begründeter Trinkwassergrenzwert. In unserer Untersuchung für das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) im Jahr 2011 wurde dargestellt, dass im Lechtal punktuelle Uranbelastungen im Grundwasser aus Niedermoorböden stammen. Uran wird aus diesen durch landwirtschaftliche Maßnahmen – Torfzersetzung durch Entwässerung und Nitrateintrag – freigesetzt.

Es wurde in einem Folgeprojekt nun gezeigt, dass auch die anderen Gebiete mit hohen Uranwerten im Grundwasser im südlichen Bayern auf die Freisetzung natürlichen Urans aus Niedermooren zurückzuführen sind. Experimente an der Versuchseinrichtung Wielenbach des LfU zeigen, dass der in Presse und Politik diskutierte Eintrag von Uran aus Phosphatdüngern in Böden zwar stattfindet, aber unter den Bedingungen in Südbayern keinen Einfluss auf Urankonzentrationen im Grundwasser hat.

In Folgearbeiten werden nun verschiedene Niedermoorstandorte in Deutschland untersucht und in Hinsicht auf ihre potenzielle Funktion als Uransenke hydrogeochemisch untersucht.

Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie der RWTH-Aachen

Univ-Prof. Dr. Florian Amann

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Lehr- und Forschungsgebiet Hydrogeologie

Univ-Prof. Dr. Thomas R. Rüde

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