Grundwasserschutz in Yucatán, Mexico

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Projektlaufzeit: 2012 bis 2016

Grundwasser stellt auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán die einzige Wasserressource dar. Zugleich unterliegt es mehreren Gefahren: ein steigender Wasserverbrauch in den Touristenzentren, die fehlende Möglichkeit Abwasser über Flüsse abzuleiten verbunden mit der Injektion solcher Wässer in tiefere, salzige Abschnitte des Grundwasserraumes und eine hohe Verschmutzungsgefahr, da das grundwasserführende Gestein nicht abgedeckt ist.

Gemeinsam mit den mexikanischen Universitäten von Yucatán und San Luis Potosí wird für die Hauptstadt des Bundesstaates, Mérida, der Zustand des Grundwassers untersucht. Es wurde ein Netzwerk von Überwachungsmessstellen aufgebaut und für den Stadtraum Bereiche herausgearbeitet, von denen eine besonders große Verschmutzungsgefahr für das Grundwasser ausgeht, so dass diese enger überwacht werden.

Im Vergleich zur letzten großen Studie durch den Britischen Geologischen Dienst Anfang der 1990er Jahre konnte durch die Verlagerung der Wassergewinnungsgebiete in die südliche Peripherie der Stadt der Aufstieg von salzigem Tiefengrundwasser im Stadtgebiet aufgehalten werden. Mérida ist heute ein Bereich in dem mehr Wasser in den Untergrund versickert als entnommen wird. Allerdings ist dieses Wasser von schlechter Qualität und der Untergrund wird in hohem Maße auch mit Fäkalbakterien aus häuslichem Abwasser belastet. Dies stellt die größte Herausforderung für den Grundwasserschutz dar.

Die Grundwässer unter Mérida fließen mit einer allgemeinen Richtung nach Norden zur Küste. Dort tritt das Grundwasser in zahlreichen Quellen in den Küstenmangroven aus. Mit diesen Wässern wird auch eine bedeutende Fracht an Nährstoffen, wie Stickstoff und Phosphor in die Ökosysteme der Mangroven eingetragen. Dies gilt besonders im Küstenabschnitt Méridas mit seiner hohen Verschmutzungsgrad für das Grundwasser. Die Ergebnisse werden der örtlichen Wasserbehörde für ihre weiteren Arbeiten bereitgestellt.

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