Interaktion zwischen Urbanisierung und Wassermanagement

Projektfinanzierung: DAAD

Forschungsprogramm: A New Passage to India

Projektlaufzeit: 2010 bis 2015

Indiens Städte wachsen schnell. Gemäß der Zensusdaten 2011 leben heute etwa ein Drittel der 1.3 Milliarden Inder in Städten. Von diesen mehr als 400 Millionen Stadtbewohnern leben ungefähr 23% in einem der sechs größten urbanen Ballungsräumen des Landes. Mit einer Bevölkerung von mehr als 7 Millionen, und geschätzten 9 Millionen in 2025, stellt Hyderabad einer dieser Megacities dar.

Diese Urbanisierungsprozesse üben einen immensen Druck auf die Wasserressourcen aus und haben einen negativen Einfluss auf deren Verfügbarkeit und Qualität.  Eine mangelhafte Infrastruktur, häufig baufällig oder nicht in der Lage mit dem Wachstum der Stadt mitzuhalten, schlechte Verwaltung durch die Administration, Veränderungen der Niederschlagsmuster, eine von starken Disparitäten geprägte Gesellschaft von der große Teile unter Armut leiden als auch ein enormer informeller Sektor, in dem viele Prozesse außerhalb der formalen rechtlichen Rahmenbedingungen stattfinden, führen zu spezifischen Probleme für Indiens Megastädte: die Verschmutzung des Grundwassers durch Kanalleckagen, eine steigende Wassernachfrage, die die Ausbeuteung aller verfügbaren, oft strittiger Quellen nach sich zieht, die Einleitung großer Mengen ungereinigten Abwassers, der fragmentierte Zugang zu Trinkwasser und Sanitäranlagen durch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen als auch die Missachtung von Umweltgesetzen sowohl durch kleine Werkstätten als auch große Industriebetriebe. Die Wasserwirtschaft stellt daher eine der wichtigsten Herausforderungen der Städte dar.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Interaktion zwischen Urbainiserung und Wassermanagement“ repräsentiert das weite Spektrum an Themen und Problemen, die berücksichtigt werden müssen, um eine nachhaltige Wasserwirtschaft in Hyderabad sicherzustellen. Doktoranden als auch Masterstudenten sowohl der Natur- als auch Sozialwissenschaften arbeiten einerseits an hydrogeologischen Themen wie Grundwasservulnerabilität und –erneuerung, den Schadstofftransport, Altlasten und Klimawandel während andererseits die Themen Wasser und Umwelt hinsichtlich soziologischer und humangeographischer Aspekte betrachtet werden. Diese beinhalten Hyderabads Urbanisierungsprozess and Landnutzungsmuster, die Organisation des städtischen Wasserversorgungsunternehmens, die Vielfalt urbaner Lebensstile und deren Wahrnehmung von Natur und Umwelt als auch unterschiedliche Facetten des informellen Sektors, darunter die informelle Abfallwirtschaft und verschiedene Formen informellen Wohnens.

Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie der RWTH-Aachen

Univ-Prof. Dr. Rafig Azzam

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D-52064 Aachen

Telefon: +49 - (0)241/80-95741
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Lehr- und Forschungsgebiet Hydrogeologie

Univ-Prof. Dr. Thomas R. Rüde

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